ASPIRER - Aerospike Rocket Engine Realization

Das ASPIRER-Projekt entwickelt und validiert einen additiv gefertigten Aerospike Raketentriebwerk aus INCONEL 718. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Luft- und Raumfahrttechnik der TU Dresden zeigt das Projekt, wie die additive Fertigung die Realisierung komplexer, aktiv gekühlter Aerospike Raketentriebwerke ermöglicht, ein Konzept, das seit über 60 Jahren weitgehend experimentell geblieben ist. ASPIRER wird von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) finanziert und befasst sich mit einer der zentralen Herausforderungen der modernen Antriebstechnik: der Verbesserung der Effizienz unter wechselnden atmosphärischen Drücken.

 

Warum ein additiv gefertigtes Aerospike-Triebwerk?

Im Vergleich zu herkömmlichen Glocken-Düsen bietet das Aerospike-Konzept:

- Höhenadaptive Schuboptimierung

- Potenzielle Treibstoffeinsparungen von bis zu 30 %

- Verbesserte theoretische Antriebseffizienz

- Verbesserte Leistung für wiederverwendbare Startsysteme

Die größte historische Einschränkung: Der Spike arbeitet im heißen Gasstrom und erfordert eine effiziente Kühlung, um ein Schmelzen zu verhindern. Die additive Fertigung mit integrierten oberflächennahen Kühlkanälen macht dies nun möglich.

 

Fertigungskette

Der additive Raketentriebwerk wird hergestellt unter Verwendung von:

Laser Powder Bed Fusion (LPBF)

Wärmebehandlung

Präzisionsbearbeitung von Funktionsflächen

Thermische Beschichtung des Spikes

Schweißen von Verkleidung und Spike

 

Die gesamte Prozesskette wurde hinsichtlich folgender Aspekte validiert:

Mechanische Eigenschaften

Fertigungsfähigkeit

Prozessstabilität

Zerstörende und zerstörungsfreie Prüfungen 

Publikationen:

https://doi.org/10.2351/7.0001121

https://doi.org/10.1007/s12567-022-00476-7#

https://doi.org/10.13009/EUCASS2025-552

Hier geht es zur Webseite des Projekts.

Kontakt:

M.Sc. Samira Gruber

Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Mail: samira.gruber@iws.fraunhofer.de

© Fraunhofer IWS
Entwurfsiterationen der Aerospike Raketentriebwerk und ihre historische Entwicklung am Fraunhofer IWS.